Umgestaltung Spielplatz Mühlengrund zu Quartierstreff

Der Spielbereich Mühlengrund ist, wie in der Analyse bereits erwähnt, an dieser Stelle in seiner Form als reiner Spielplatz anzuzweifeln. Die direkte Lage zur stark befahrenen Rodaustraße und der mehrgeschossigen Wohnbebauung machen den Spielplatz hier unattraktiv. Gleichzeitig liegt gerade in diesem Gebiet ein hoher Bedarf nach gestalteten und nutzbaren Freiflächen vor. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, die vorhandene Fläche als eine Art Quartierstreffpunkt auszubilden.

Durch die Etablierung von Verweil- und Kommunikationspunkten am Mühlengrund kann hier im Zuge der angestrebten Wohnumfeldver-besserung ein Raum geschaffen werden, der als Begegnungsstätte dient. Im Sinne von Begegnungsräumen für ältere Mitmenschen und Seniorenkönnen neben Verweilpunkten auch Aktivräume entstehen. Diese beispielsweise in Form eines Boule-Platzes. Da der Nutzungs-anspruch von Kindern an diesem Standort ebenfalls hoch ist, sollten ergänzende Spielangebote etabliert werden. Auch eine Verbesserung des Ambientes durch gezielte, standortgerechte Pflanzungen und Schaffung von Kleinräumen gilt es hier anzustreben. Durch das Anlegen zusätzlicher Grünstrukturen kann gleichzeitig ein Zugewinn für Biodiversität und Artenvielfalt generiert werden.

Gestaltung des Bahnhofsumfelds

Der Bahnhofsvorplatz in Urberach ist aus öko-logischer Sicht aufzuwerten, auch um die großzügige Verkehrsinsel als einen attraktiven Kommunikations- und Verweilpunkt zu etablieren.

Die Fläche bildet eben durch diesen Inselcharakter die Chance, eine Weide für bestäubende Insekten zu schaffen. Durch die Verwendung sandboden-geeigneten Saatguts wäre auch die Schaffung von Blühstreifen denkbar.

Wertvoll für die „Zukunft Stadtgrün“ wird diese Fläche vor allem durch den Umstand, dass sie als Bahnhofsvorplatz einen gewissen repräsentativen Charakter aufweist. Des Weiteren bildet sie einen Gelenkpunkt zwischen dem urbanen Raum und den naturverbundenen Grünstrukturen, die sich von hier über den Park am Entenweiher bis hin zu den Freiflächen an den Rennwiesen ziehen. Hinzu kommt, dass die Fläche bereits im Rahmen vom Beteiligungsverfahren von den Bürgerinnen und Bürgern aufgegriffen wurde. Gleichzeitig gilt es, für die Bürgerinnen und Bürger, dem „Bahnhof ein Gesicht“ zu geben.

Die umliegenden Grünflächen können hier ebenfalls im Sinne von bienen- und insekten-gerechten Blühstreifen gestaltet werden, die den Gestaltungsansatz des direkten Bahnhofsvorplatzes erneut aufgreifen.

Aufwertung und Umgestaltung Park am Entenweiher

Im Park am Entenweiher finden sich große Handlungsspektren in Bezug auf die Maßnahmen-entwicklung für die „Zukunft Stadtgrün“ wieder. Durch seine Größe und gute Erreichbarkeit aus dem gesamten Stadtteil Urberach stellt er eine wichtige Fläche der grünen Infrastruktur dar. Wie der Name bereits vermuten lässt, ist auch der Entenweiher hier verortet, der als maßgeblicher Teil der blauen Infrastruktur anzusehen ist.

Der Park bedarf im Großen und Ganzen einer Generalüberholung und Umgestaltung. Die Wege-strukturen müssen erneuert werden, vorhandenes

Mobiliar ist veraltet und Spielbereiche nicht mehr zeitgemäß. Gleichzeitig sollte der Charakter als Park erhalten bleiben.

Um dies gewährleisten zu können, gilt es, die einzelnen Teilbereiche neu zu gliedern und Maßnahmen zur Verbesserung der Naherholungsqualität der Flächen zu entwickeln.

Bevor der Park am Entenweiher einer Objekt-planung unterzogen wird, gilt es hier ein Gestaltungs- und Nutzungskonzept unter folgenden Ansätzen zu entwickeln:

- Kommunikations- und Verweilpunkte

- Spielraum im Park

- Renaturierung Rodau

- Ökologie und Biodiversität

- Wegestrukturen

- Sicherheitsgefühl

- Infrastruktur und Müllentsorgung

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